Die südlichste Hauptstadt der Welt; die windigste Stadt der Welt, windy Wellington hat viele Spitznamen und ist mit seinen rund 200.000 Einwohnern kaum mit einer europäischen Großstadt zu vergleichen.
Windig wie Hamburg, hoch wie Frankfurt und politisch bedeutsam wie Berlin. Wellington liegt in einer Bucht der Nordinsel die sich zur Südinsel öffnet. Die Skyline von Wellington ragt ebenso über den Pazifik wie die Bergkette, an deren Fuß Wellington liegt. Wer hier am öffentlichen Strand baden war, weiß wie kalt das Pazifikwasser hier im Vergleich zu dem in Hot Water Beach sein kann. Wellingtons Stadtbild ähnelt dem von Auckland: Überall Fast-Foodketten und Linienbusse. Auf dem Courtenay Place findet man an die 10 Bars aneinander gereiht.
Wer Neuseeland besucht sollte sich auch mit der Geschichte des Landes befassen: Das national museum ( Te Papa) bietet den geeigneten Ort dafür. In wechselnden Ausstellungen kann man sich mit den Kriegen in denen Neuseeland beteiligt war befassen. Beim meinem Besuch wurde die Schlacht von Gallipoli befasst haben, die im 1.Weltkrieg vor allem zwischen türkischen und britischen Soldaten unter australischer und neuseeländischer Beteiligung geführt wurde. Mit einer atemberaubenden Visualisierung erzählt die Ausstellung die Geachichten der gefallenen Offiziere und Soldaten-durchaus verherlichend, aber auch auf die Schrecken des Krieges eingehend. In einem anderen Stockwerk findet man Infos zur Naturgeschichte wie den ausgestorbenen Tieren, neuseeländische Einwanderungsgeschichte und Flucht und Migration heute. Auch Kunst und Kultur der Maori wird gezeigt.
Als Hauptstadt ist Wellington auch Sitz der Regierung und des Parlamentes. (Einen ausführlichen Beitrag zum politischen System Neuseelands folgt später.) Der bienenstockartige Bau ist Sitz der Premierministerin und ihrer wichtigsten Minister*innen. Rechts daneben befindet sich das Parlament und die Parlamentsbibliothek.
Der Zoo der Stadt ist mit seinen Tieren nicht nur schön anzusehen, sondern aufgrund der vielen bedrohten Tierarten auch Bildungsstätte für den Artenschutz. So mahnt die Pinguin-Pflegerin tagtäglich die Besucher*innen Hunde anzuleinen beim Gang auf Wellingtons Stränden und Katzen nachts nicht rauszulassen. Die Gründe kann man an den 6 Pinguinen betrachten: 2 von ihnen verloren beim Kontakt mit Hunden ihr Augenlicht, der eine seinen linken Flügel und andere würden die Angriffe durch Hunde gar nicht erst überleben. Auch versucht der Zoo schon Kindern beizubringen, jeden Abfall zu entsorgen und auf Plastik zu verzichten. Tierbilder im Anhang!
Wer sich mal die einheimische Tierwelt Neuseelands anschauen möchte, sollte Zealandia besuchen. Ein riesiges Freigelände mit unzähligen Wanderwegen-unterwegs grüßen Eidechsen, Keas und andere Vögel. Nachts vielleicht sogar ein Kiwi.
Einen besonders schönen Ausblick über Wellington erwischt man übrigens nachts vom Mount Victoria aus. Wenn man sich um 360° dreht, hat man die Möglichkeit die volle Schönheit der 100tausend Lichter Wellingtons zu sehen. Das Video im Anhang soll diesem Anblick nahe kommen.
Nach 10 Tagen in der Hauptstadt folgt am frühen Morgen der Fährentransfer auf die Südinsel. Bon Voyage!
[Trek Global Hostel Wellington 31.01.19 14:30 Uhr]




























































